Michaela Obermair

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Die Galerie lichtblick lädt zur Vernissage von Werken der in Wien lebenden Fotokünstlerin Michaela Obermair.
Donnerstag, 23.08., 19:00 Uhr – galerie lichtblick.
Glacisstraße 19, 8010 Graz
WEB

Informationen zu Michale Obermair:
Das Ausloten von Grenzenlinien, die Sichtbarmachung von Übergängen und das beiderseitige Zusammenspiel ist für mich ein Thema, das mich in wissenschaftlich, theoretischer sowie in künstlerisch, praktischer Hinsicht interessiert. So sehe ich eine Linie, an der sich meine Arbeiten bewegen: das Ausloten körperlicher Grenzen in der Serie Folie und die Betrachtung von Begrenzung eines Ortes in Oxymoron. Bei den Arbeiten Analogbuch und Eine gute Partie versuche ich mit intermedialen Arbeitsweisen neue Erfahrungen zu schaffen.


Eine gute Partie, 2012

Der technischen Kunstform des Films liegt die Fotografie zugrunde, dessen Abbildungsprinzip die Reihenfotografie mit einer Koppelung zur Projektion ist. Im Gegensatz zur Fotoausstellung ist ein Eingreifen in die Geschwindigkeit der Betrachtung im Kino nicht möglich. Bei einer Fotografie kann man länger oder kürzer verweilen, eine Serie in verschiedene Laufrichtungen lesen. “Eine gute Partie” stellt einen medialen und inhaltlichen Dialog zwischen Fotografie und Film her und nicht zuletzt sollen die BetrachterInnen sich selbst als Teil des Dialogs verstehen.

Bei ANALOGBUCH fotografierte ich Fotoalben diverser Herkunft und Thematik ab und lies daraus Standard-Fotobücher drucken. Der Inhalt der digitalen Fotobücher steht den Ausgangsmedien, den Fotoalben, analog – hier im Sinne von gleichartig – gegenüber. Durch den Prozess der Digitalisierung wird jedoch die Form und in weiterer Ebene auch der Inhalt transformiert. Welche Änderungen gehen mit dem Wandel vom Album zum digitalen Fotobuch einher?


Oxymoron, 2011

Fast unscheinbar brechen die Orte: ein LKW wird zum Lebensraum seines Lenkers, ein Spielplatz wird zum Käfig, ein Boot ankert im Vorgarten.


Folie, 2011

Die Überschreitung von körperlichen Grenzen ist eine Vereinnahmung, die sowohl positiv als auch negativ empfunden werden kann. Wann ist diese Erfahrung angenehm und wie schnell kann sie ins Ungewünschte kippen? Die Folie fungiert als durchsichtige Grenze, die einen ganz nah kommen lässt, aber nie eine Berührung der Haut zulässt, die herkömmliche körperliche Erfahrung wird in einen neuen Kontext verlagert.

CV *1981 in Grieskirchen, Oberösterreich.
Lebt und arbeitet in Wien.
Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Publizistik und Kunstgeschichte an den Universitäten Wien und Zaragoza sowie Lehrgang an der Akademie für Angewandte Photographie in Graz. 2010-2012 Studentin von fotoK – Lehrgang für künstlerische Fotografie.

Seit 2009 selbstständig im Bereich Kulturmanagement und Fotografie.
Projekte für und mit: Archiv Franz West anika handelt Galerie / anika handelt consulting Heimo Zobernig Schlebrügge.
Editor WestLicht. Schauplatz für Fotografie Diverse Fotoaufträge u.a. für Wiener Symphoniker, Radiokulturhaus Wien, Ernst Krenek Forum, Krems. Publikation: Inter-Hybrid-View, mit Valentin Mertes, in: Franz West: Autotheater: Köln-Neapel-Graz, Dumont, 2009.

Kontakt: +43/650/67 34 266
mail@michaelaobermair.com
www.michaelaobermair.com
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agathe
Agathe B. geboren und aufgewachsen in Wien. Liebt Lyrik und volles Haar. Kosmopolitin aber noch keine Vegetarierin. Schreibt für internationale Magazine und seit Beginn an auch für SNIPVILLE.

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